MILITIA SANCTAE MARIAE
Observantia SS. Cordis Iesu et Mariae

 
Orden der Ritter Unserer Lieben Frau

Observanz der Hl. Herzen Jesu und Mariens

 



Die Kirche und die Christenheit

Die heilige Mutter Kirche schuf zur Erweiterung des sozialen und politischen Königreiches Jesu Christi zwei Institutionen: Die erste davon war die königliche, kaiserliche Krönung. Sie wurde alsSakramentale bestimmt und sicherte dem Herrscher die Teilnahme am Königreiche Christi. Mit diesem Sakramentale waren und sind nötige Gnaden verbunden, damit der Herrscher die Mission erfüllen kann. Nach dem Tode Karl des Grossen kam es jedoch zum Zerfall der zentralen Macht und es entstand ein Chaos. Die Kirche ermahnte die Prinzen, Barone und Ritter, dass sie auf eigenem Niveau treu ihren Pflichten und Verpflichtungen bleiben müssen, als
ob sie selbst Herrscher wären. In Folge dieser Entwicklung christianisierte die Kirche den Akt der militärischen Ernennung und gliederte ihn in die Liturgie ein (9. Jh.), heute bekannt als Benedictio novi militis des römischen Pontifikats und schuf den liturgischen Ritus der Krönung des Herrschers. Es ist das Sakramentale, dass der Bischof erteilt, und durch dieses Sakramentale sind die offizielle Sendung und die nötigen Gnaden zur Erfüllung der Aufgabe gegeben. Hauptsächlich dank diesen Institutionen konnte sich die Christenheit weiter entwicklen.

Zur weiteren Entwicklung der Christenheit und christlichen Zivilisation schuf die Kirche ebenfalls zwei weitere Institutionen: 1) Kreuzzüge mit dem Gelübde des Kreuzes und 2) militärische Orden, Ritterorden, die im Grunde dauerhafte Institutionen mit Ordensgelübden für Ritter – Ordensbrüder und mit persönlichen Gelübden für weltliche Ritter bilden. Die Frage jedoch lautet: Wie ist es möglich heute das soziale und politische Königreich Jesu Christi zu erneuern? Ganz bestimmt durch die Institutionen der Kirche, die dazu gegründet worden sind. Die bilden nämlich die beste Weise zur Erreichung der Ziele. Es sind ausgezeichnete, ständige und universale Mittel, geeignet für alle Zeiten und benutzbar zur jeder Zeit und jedem Ort.

 

 

Der Ritterorden Jungfrau Marias

Zu diesen zwei Institutionen (liturgische Ernennung und ritterliche Orden) gehört der Ritterorden Jungfrau Marias, der im Jahre 1945 in Frankreich gegründet wurde,

wo er auch kanonisch bestätigt wurde, ähnlich dann auch in Deutschland, in der Schweiz, Portugal und Spanien. Bis zum II. Vatikanischen Konzil war der Orden nie
durch Teilung bedroht. Nach dem Konzil kam es dazu, dass einige Mitglieder im Jahre 1970  eine ritterliche Bruderschaft gründeten (treu dem ursprünglichen Orden), deren neue Ritter von Msrg. Lefebvre geschlagen wurden. In demselben Jahre kauften einige Ritter Econe und übergaben den Besitz dem Erzbischof, um hier ein Priesterseminar zu gründen. Im Jahre 1989 wurde die traditionelle Observation des Ordens geformt, gegründet auf dem ursprünglichen Orden, dessen Konstitution 
von der Kanonischen Kommission der Bruderschaft des hl. Pius X. und unter Vorsitz Seiner Exzellenz Bischof Bernand Tissier de Mallerais bestätigt wurde.

In den Orden ist es nicht möglich so wie in weltliche Organisationen einzutreten. Der Postulant wird nach 6 Monaten Probezeit als Page aufgenommen. Nach zwei Jahren kann er zeitliche Gelübde als Page – Donatus ablegen, die er jedes zweite Jahr erneuert. Nach der Genehmigung der Großmeisters des Ordens und des Rates kann er die endgültige Profession ablegen und wird zum Ritter geschlagen. Nach der Ablegung von drei Gelübden erhält er den weißen Mantel:

1) Lebenswendung (neues Leben nach Regeln des Ordens)

2) Ordenstreue (Gehorsamkeit gegenüber dem Orden und Ordensregeln und Leistung brüderlicher Hilfe),

3) Verteidigung des Ordens (ein Gelübde ähnlich dem Gelübde der Kreuzherren die Kirche und die Christenheit  auch auf Kosten des eigenen Lebens zu verteidigen.)

Am nächsten Tage, nach nächtlichem Wachen, wird ihm während der pontifikalen Messe im Namen der Kirche vom Bischof in feierlicher Weise das Schwert übergeben.

 

Der Orden heute

Die Ritter verpflichten sich täglich die Kleinen Stunden Jungfrau Marias zu rezitieren und jede Woche den hl. Rosenkranz zu beten. Sie widmen sich weiter dem

inneren Gebet, nehmen jedes Jahr an geistlichen Übungen teil, setzen in geistlicher und doktrinaler Formation fort, üben sich in physischer Weise, nehmen an monatlichen Kapiteln im örtlichem Prezeptorium oder der Komturei teil, sie nehmen weiter an Veranstaltungen des Ordens teil, damit schließlich Jesus Christus der

König siegt. Frauen und Töchter der Ordensmitglieder können ebenfalls aufgenommen werden. Junge Pagen und Kadetten können ebenfalls in den Orden eintreten

und können sich auf die Aufnahme der Ehrwürdigkeit des Rittertums vorbereiten, oder sie bleiben das ganze Leben lang im Orden ohne die geistliche Spiritualität zu ändern.

Heute hat der Orden Mitglieder in Europa, Asien, Australien und Nordamerika. Die Ritterprofession ist par exzellenz Profession von Laien – Männern. Erzbischof Lefebvre forderte  1979 im Jubiläumsjahr seiner priesterlichen Weihe auf,  er sagte: „Wir müssen zu einem neuen Kreuzzug aufrufen, so wie es sich die Kirche selbst wünscht,….mit denselben Prinzipien…ihr müsst anfangen zu  handeln…anfangen zu sich formieren…“

Ritterorden Jungfrau Marias

Observanz der Heiligen Herzen Jesu und Marias